Viele Köpfe, viele Ideen – das Erfolgsrezept Moderation

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Moderation ist ein vertrautes Wort. Auch im Alltag erleben wir viele Berührungspunkte. Ob in der Schule, im Unternehmen und sogar beim Fernsehen. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. Aber kennen Sie das nicht auch? Besprechungen, Sitzungen in Teams, die mal wieder ins Leere laufen? Ohne zielführende Gespräche, konstruktive Kritik oder Ergebnisse. Kluge Köpfe, die einfach keinen Verständigungsweg finden. Eine Auseinandersetzung mit komplexen Sachverhalten, die alle ein gewisses Krisenpotential bergen. Und wenn erstmal alle hektisch durcheinanderreden, verschärft sich die Problematik meist noch und die Aussicht auf Erfolg sinkt. Oft irrt die Gesprächsrunde durch eine Sackgasse und kann sich alleine nicht mehr aus dem Problemsumpf befreien. Aber Lösungen müssen her. Es ist also unausweichlich, in Kommunikation zu treten, um gemeinsam als Organisation Handlungsfähigkeit zu erzeugen. Doch wie kann der Ausweg aus solch einem Dilemma gelingen? Das Verlangen nach produktiver Führung wird lauter.

Nötig ist eine effektive Methode, die genau auf die oben genannten Kommunikationsschwierigkeiten abzielt, sie beseitigt und das gemeinsame Miteinander in Gruppenarbeiten erleichtert. Moderation bringt den Stein ins Rollen und stößt einen Lernprozess an. Diese Kommunikationsmethode wirkt als Werkzeug mit Lenk- und Steuerfunktion, so dass alle Beteiligten die Chance erhalten, ihre geistigen Ressourcen freizusetzen und erfolgreich einzubringen.

Moderation steckt die Grenzen einer offenen und toleranten Arbeitsatmosphäre, mit Raum für Kreativität, Entfaltung und Aufgeschlossenheit gegenüber den Ideen aller. Jeder hat die Möglichkeit, gehört zu werden und seine Ideen zu präsentieren. So ist Moderation eine methodische Strategie zur systematischen Problemlösung und Förderung der Gruppendynamik. Gemeinsam Lösungen finden durch Berücksichtigung und Einbindung aller! Eine Kombination individueller Erfahrungs- und Wissensschätze. Moderation schafft ein Band zwischen den Teilnehmern und mobilisiert ihren Einfallsreichtum. Viele verschiedene Blickwinkel werden beleuchtet und zu einem Ganzen zusammengeschweißt.

Moderation und Moderator ziehen am selben Strang des dynamischen Gruppenfokus. Die Aufgaben eines Moderators sind vielfältig. Sein Einsatz dient dabei der Begünstigung des Zwecks, ohne Beurteilung oder Position. Er wirkt ausgleichend auf Interessenskonflikte ein und liefert methodische Impulse im Falle von Unlösbarkeiten. Im Vordergrund steht die Selbstständigkeit der Zusammenarbeit. Der Moderator hält „die Uhr in der Hand“ und achtet auf die gleichberechtigte Verteilung der Zeit. Wie ein Schiedsrichter, der die Spielregeln beachtet und die Strukturen in ihren Bahnen hält. Ein Moderator führt die Teilnehmer auf den richtigen Weg und hält die Waage in Krisensituationen im Gleichgewicht. Er ordnet, leitet, führt, motiviert und stärkt die Balance. Neben seinen interaktiven Aufgaben liegt sein Verantwortungsbereich ebenso in der fachlichen Vorbereitung, Organisation hilfreicher Moderationsmaterialien sowie der inhaltlichen Dokumentation. Abschließend sorgt er für eine kurze zusammenfassende Darstellung der Moderation und reflektiert die Impressionen und Ergebnisse.

Die Moderationsphasen im Schnelldurchlauf: von der Begrüßungs- und Orientierungsphase über die inhaltliche Themeneinführung und -bearbeitung hin zu der Bestandsaufnahme aller Ergebnisse und anschließender Betrachtung.

Um eine Moderation noch innovativer, transparenter und zielgerichteter zu gestalten, gibt es eine Reihe verschiedenster Techniken und Hilfsmaterialien. Sei es ein Whiteboard, Pinnwände, Flipcharts oder Post-its. Flipcharts bilden meist die Arbeitsgrundlage und Dokumentationsplattform. Ob als To-do-Liste oder für stichwortartige Notizen, die einfach nicht in Vergessenheit geraten sollen. Pinnwände oder Whiteboards, gepaart mit Post-its oder Moderationskarten, vereinen sich meist zu einer der wohl bekanntesten Moderationsmethoden: das Brainstorming. Viele kennen es auch unter der Bezeichnung Post-it- oder Metaplan-Methode. Ohne zeitlichen Druck oder Schamgefühl können alle Teilnehmer ihre Ideen einbringen. Alle individuellen Vorschläge werden auf Post-its oder Moderationskarten mindmapartig an die Pinnwand oder das Whiteboard befestigt. Daraus ergeben sich ungeahnte Denkanstöße auf der Suche nach Alternativen. Eine solche Moderationsmethode liefert die Basis für weitere Diskussionen auf dem Weg zur kreativen Lösungsfindung.

Brainstorming ist nur eine von vielen effektiven Moderationstechniken. Daneben gibt es eine Vielzahl weiterer Methoden unterschiedlichster Funktionen. Einige unterstützen die Kennenlernfunktion (zum Beispiel Interviews oder Vorstellungsrunden), andere helfen bei der Visualisierung, Gewichtung und Ergebnisfokussierung der zusammengetragenen Ideen (zum Beispiel Fragetechniken, Cluster oder Vernissage).

Der konstruktive und kreative Findungsprozess in Richtung zielsicherer Lösung benötigt häufig einen Vermittler. Einen Vermittler, der den neutralen Wegweiser mimt. Organisator, Beobachter, Ratgeber zugleich. Je nach Veranstaltung, Zweck und Gruppengröße wählt der Moderator die passenden Moderationstechniken und schreibt sein eigenes Skript. Er gibt den Teilnehmern ihre Orientierung zurück, wenn sie sich in Diskussionen verstricken. Eine erfolgreiche Moderation vereint Individualität, Know-how, Kreativität und Effektivität. Viele Köpfe, viele Ideen, eine Antwort.

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