15. Oktober 2020 | Tipps & Tricks

Erfolgreiches Seminar durch positive Erfahrung

 

Wie der richtige Veranstaltungsraum Emotionen auslöst und zum Erfolg Ihres Seminars beiträgt

 

Viele Trainer, Seminaranbieter und Moderatoren stellen sich vor einer Veranstaltung immer wieder die gleiche Frage: „Was kann ich noch tun, um mein Training oder meinen Workshop noch besser zu machen?“ Über die Kunden und ihre Wünsche wurde intensiv nachgedacht, entsprechende Bedürfnisse abgeleitet und das Seminar inhaltlich exakt darauf abgestimmt. Die Teilnehmerunterlagen wurden um die neusten Erkenntnisse aus Studien und Forschung ergänzt, die letzten Rechtschreibfehler eliminiert und Formulierungen für eine bessere Verständlichkeit angepasst.

Kundenorientierung mit einem klaren Verständnis für das, was der Kunde eigentlich will, ist der Kern eines jeden Business. Und das ist auch im Trainingsgeschäft nicht anders. Aber reicht es aus, über die Kundenanalyse lediglich auf die Inhalte oder die Didaktik für ein Training zu schließen? Ist der Erfolg auf diese Weise garantiert?

Dazu stellt sich die Frage nach dem Kernziel eines Seminars, Trainings oder Workshops. In erster Linie geht es um den Lernerfolg. Darum, Veränderungen bei den Teilnehmern anzustoßen – ob nun in Fachseminaren durch die Erweiterung der Fach- und Methodenkompetenz oder bei der Führungskräfteentwicklung in Hinblick auf soziale, persönliche oder Führungskompetenzen. Bei dieser Entwicklung der Kompetenzen handelt es sich um wichtige Lernprozesse.

Faktoren einer erfolgreichen Weiterbildungsveranstaltung sind somit wirksame, langfristige und erfolgreiche Lernprozesse der Teilnehmer. Was kann ein Trainer, Seminaranbieter oder Moderator also tun, wenn er sich, wie eingangs beschrieben, die immer gleiche Frage stellt, wie er seine Veranstaltung weiter optimieren kann? Die Antwort ist simpel: Den Lernprozess des Teilnehmers noch stärker in den Fokus rücken.

 

Ein guter Lernprozess mit langanhaltender Wirksamkeit basiert auf positiven und motivierenden Erfahrungen

 

Zunächst soll ein kurzer Blick auf den Begriff „Lernen“ geworfen werden. Dabei handelt es sich um einen Begriff, der im alltäglichen Sprachgebrauch völlig selbstverständlich genutzt wird. Jeder glaubt, zu wissen, was sich dahinter verbirgt. Möglicherweise hängt das damit zusammen, dass jeder Mensch sich dauerhaft in Lernprozessen befindet. Der eine vielleicht häufiger und intensiver als der andere. Aber grundsätzlich ist der Lernprozess ein ständiger Begleiter unseres Alltags.

Lernen kann dabei bewusst und aktiv vollzogen werden, ob in der Schule, der Universität oder eben im beruflichen Kontext im Rahmen von Trainings oder Workshops. In der Theorie wird dabei gerne von formalem Lernen gesprochen. Die meisten Menschen verbinden mit „Lernen“ ebendiese Form. Gleichermaßen lernt der Mensch aber auch unbewusst und eher nebenbei als Nebenprodukt anderer Tätigkeiten, in sogenannten informellen Lernprozessen.

Zum Thema Lernen gibt es eine ganze Reihe an verschiedenen Forschungsarbeiten und Studien. Aus einer sehr bekannten Arbeit von Lombardo und Eichinger aus den neunziger Jahren entstand die meist als „70-20-10-Modell“ bezeichnete Formel, nach der ein Mensch

  • 70 Prozent seines Wissens im Prozess der Erledigung herausfordernder Aufgaben,
  • 20 Prozent durch die Zusammenarbeit mit anderen und lediglich
  • 10 Prozent in formalen Lernsettings, durch Selbststudium von Büchern oder durch einen Mentor erlangt.

Bücherstapel

Ein Großteil des Wissens erlangt der Mensch also in informellen Lernkontexten. Diese Erkenntnis bildet eine wichtige Grundlage für viele moderne Personalentwicklungskonzepte, die den Ort des Lernens immer mehr an den Arbeitsplatz verlagern.

Dabei wird auf die stärkste Form des Lernens gesetzt: auf das Erfahrungslernen. Wie der Name vermuten lässt, ergibt sich ein Lernprozess hierbei durch das Bearbeiten einer Aufgabe, die dabei gemachten Erfahrungen und einen sich bewusst oder unbewusst anschließenden inneren Reflexionsprozess über Erfolg oder Misserfolg.

Die erlebten Emotionen spielen eine wichtige Rolle, weil das menschliche Gedächtnis sehr stark über Emotionen funktioniert und Erinnerungen, die mit prägnanten Emotionen verknüpft sind, leichter und langfristiger speichert. Genau diesen Aspekt fokussieren gute Trainings und Workshops. Eine enge Verknüpfung von Wissensimpulsen mit einer Didaktik, die auf Erfahrungslernen setzt, erzeugt Emotionen bei den Teilnehmern und fördert die langfristige Wirksamkeit der Maßnahmen.

 

Ein erfolgreiches Seminar beginnt bei einer emotional anregenden Atmosphäre

 

Zusätzlich zu den passenden Inhalten und einem didaktischen Schwerpunkt auf Erfahrungslernen gibt es eine Reihe weiterer Faktoren, die Einfluss nehmen auf den Erfolg eines Trainings, eines Workshops oder einer Tagung. Dazu gehören unter anderem Aspekte wie:

In der Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern wie Tagungshotels oder Anbietern für Seminarräume werden viele dieser Punkte in die Verantwortung ebenjener übertragen. Damit verschwinden sie nicht selten aus dem Fokus der Verantwortlichen, die sich fortan wieder um die inhaltlichen Aspekte kümmern. Der Einfluss dieser weichen Faktoren auf das Gesamtergebnis wird dabei vielfach unterschätzt.

Denn sämtliche Berührungspunkte, die ein Teilnehmer vor, während und nach einem Training oder einer Tagung erfährt, stellen weitere Puzzleteile in der Gesamterfahrung dar. Sie können emotionale Reaktionen bei den Teilnehmern auslösen und die Wirkung positiv wie auch negativ beeinflussen.

Bei einer Veranstaltung außerhalb der eigenen Unternehmensräume trägt eine unkomplizierte Anfahrt dank einer guten Wegbeschreibung beispielsweise zu einem entspannten Start bei. Von Beginn an gestresste und genervte Teilnehmer begeben sich nicht selten in eine eher abwehrende Haltung, aus der heraus sie schwieriger mit den Trainingsinhalten zu erreichen sind. Für den Trainer bedeutet dies einen zusätzlichen hohen Energieaufwand, um gegen diese negative Grundemotion anzuarbeiten und ein lernförderndes, positives Setting herzustellen.

Insgesamt geht es darum, ein Umfeld zu schaffen, das zu einer lernförderlichen Atmosphäre beiträgt und es den Teilnehmern erlaubt, Inhalte des Trainings, Workshops oder der Tagung an besondere Momente und Erlebnisse zu knüpfen. Und wenn der einzigartige Ausblick aus dem Schulungsraum dazu führt, dass sich ein Teilnehmer am eigenen Arbeitsplatz beim Blick aus dem Fenster daran erinnert, landen auch die Seminarinhalte regelmäßig wieder im Gedächtnis.

 

Sorgen Sie in Ihrem Training für die richtige Balance aus Eindrücken und Inhalt

 

Wie in einem Puzzle greifen für ein erfolgreiches Training verschiedene Einflussfaktoren ineinander. Und wie in einem Puzzle ist es nicht allein die Anzahl der Teile, die das Gesamtbild ergeben. Die Teile müssen auch in der richtigen Art und Weise zusammengesetzt werden.

Puzzle

Im Kontext von Seminaren, Trainings und Tagungen ist entsprechend darauf zu achten, den Fokus nicht ausschließlich auf die Atmosphäre zu legen. Ein herausragendes Essen allein zum Beispiel trägt keine erfolgreiche Veranstaltung. Gleichermaßen ist der Eindruck bei der Führungskraft nicht der beste, wenn der Mitarbeiter nach einem mitunter teuren Seminar an den Arbeitsplatz zurückkehrt und im Fazit lediglich von fantastischem Essen und dem traumhaften Schulungsraum berichtet.

Die richtige Balance ist entscheidend. Bei Interesse unterstützen wir Sie dabei sehr gerne als Anbieter für Seminarlocations am Holzhafen Hamburg. Mit Aussicht auf die Elbe und den Hamburger Hafen bieten wir Ihnen und Ihren Teilnehmern einmalige Eindrücke, die darauf warten, mit Ihren Inhalten verknüpft zu werden. Die Trainingserfahrung unterstützen wir bestmöglich mit einer großen Auswahl an Moderationsmaterial.

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