02. Dezember 2020 | Tipps & Tricks

Seminar, Workshop oder doch Webinar? Möglichkeiten der Weiterbildung

„Ich möchte mich weiterbilden!“, ein Satz, den Sie vermutlich selbst schon einmal losgeworden sind. Einen Vollzeitkurs zu belegen, ist für viele berufstätige Menschen zu zeitintensiv und nebenbei auch zu kostspielig. Wer auf der Suche nach einer Alternative zu einem Vollzeitkurs ist, stößt auf ein vielfältiges Angebot unterschiedlicher Weiterbildungsmöglichkeiten: Vorträge, Seminare, Kongresse, Workshops und Webinare. Obwohl sich die Zielsetzung der einzelnen Weiterbildungsveranstaltungen unterscheidet, werden diese fälschlicherweise häufig synonym verwendet. Doch worin liegen die Unterschiede und wie kann eine Entscheidung getroffen werden, welches Format sich am besten für die eigenen Anforderungen eignet?

Einen klassischen Vortrag hat vermutlich jeder schon gehört und auch schon gehalten. Ob in der Schule, in der Ausbildung oder an der Universität: Vorträge sind ein fester Bestandteil der klassischen Wissensvermittlung. Während der Referent im Zentrum der Informationsveranstaltung steht, fungiert der Teilnehmer als Zuhörer. Vorträge werden dazu genutzt, fachliches und/oder methodisches Wissen zu vermitteln. Zur Unterstützung des Vortrags stehen dem Referenten verschiedene Medien zur Verfügung. Sowohl der Einsatz dieser Medien als auch das rhetorische Geschick des Referenten sind häufig ausschlaggebend dafür, wie viel der Teilnehmer aus der reinen Informationsveranstaltung mitnimmt.

Ähnlich wie bei einem Vortrag ist die Präsentation eines Themas auch ein großer Bestandteil eines Seminars. Veranstaltungsdauern zwischen 90 Minuten und bis zu drei Stunden sind üblich, aber auch ganztägige oder mehrtägige Seminare sind keine Seltenheit. Neben dem Vortrag gibt es für die Teilnehmer nach der Präsentation die Möglichkeit des interaktiven Austauschs. Fragen und Diskussionen sind durchaus erwünscht und tragen zur Vertiefung der vermittelten Inhalte bei. Dadurch wird die Vermittlung von Wissen und Fähigkeiten durch die aktive Teilnahme des Zuhörers ergänzt. Seminare bieten den Vorteil, dass eine große Anzahl von über hundert Teilnehmern realisiert werden kann. Um die Interaktion der Gruppe zu fördern, ist es allerdings in den meisten Fällen ratsam, die Gruppengröße zu minimieren.

Eine jüngere und vor allem in der aktuellen Corona-Lage bevorzugte Methode der Wissensvermittlung bietet das Webinar. Das aus „Web“ und „Seminar“ zusammengesetzte Kunstwort beschreibt ein Seminar, welches im virtuellen Raum live übertragen wird. Der große Vorteil dieser Methode ist die Ortsunabhängigkeit, sodass Teilnehmer sich die Zeit der Anreise und gegebenenfalls auch die Anmietung einer Unterkunft sparen können. Die Kommunikation zwischen dem Referenten und den Teilnehmern erfolgt über eine Webcam und ein Mikrofon oder alternativ über eine Live-Chat-Funktion. Die aktive Teilnehmerzahl kann im Gegensatz zum klassischen Seminar noch weiter gesteigert werden. Allerdings wird mit einer zunehmenden Gruppengröße auch die Möglichkeit der einzelnen Teilnehmer eingeschränkt, sich aktiv einzubringen. Daher ist auch bei einem Webinar darauf zu achten, die Interaktion der Teilnehmer zu gewährleisten, um die Methode klar von einem Vortrag zu differenzieren. Vor allem Webinare mit einer großen Teilnehmerzahl werden häufig als Plattform für Online-Pressekonferenzen oder -Produktpräsentationen genutzt.

Online-Kurs

Während der Referent bei Vorträgen, Seminaren und Webinaren im Mittelpunkt der Veranstaltung steht, nimmt die Teilnehmergruppe in einem Workshop die größere Rolle ein. Workshops unterscheiden sich vor allem durch eine definierte Zielsetzung deutlich von Vorträgen und Seminaren. Der wesentliche Unterschied liegt darin, dass bei dieser Methode ein Rahmen geschaffen wird, in dem das neue Wissen gemeinsam erarbeitet wird. Statt eines Referenten wird der Workshop von einem Moderator angeleitet, wodurch sich sein Redeanteil im Gegensatz zu einem Seminar reduziert. Die Rolle des Moderators hängt stark von der Gruppendynamik ab. Bei einer Teilnehmerzahl von 25 oder weniger wird viel Wert auf einen hohen Praxisanteil der Teilnehmer und die Interaktion der Gruppe gelegt. So werden verschiedene Techniken und Methoden häufig durch den Einsatz von Gruppenübungen erarbeitet, wodurch eine zusätzliche Stärkung der Gruppenzugehörigkeit bewirkt wird. Die Teilnehmerzahl ist stark abhängig von der Thematik des Workshops. Auch Großgruppen-Workshops werden angeboten.

Auf einem Kongress, häufig auch als Konferenz, Symposium oder Tagung bekannt, findet die Wissensvermittlung durch die Kombination verschiedener Vorträge, Workshops oder Podiumsdiskussionen statt. Im Fokus stehen auch hier Weiter- und Neuentwicklungen. Ein positiver Nebeneffekt ist die Möglichkeit eines Austauschs und der Kontaktpflege von Menschen, die in einem ähnlichen Themenbereich arbeiten.

Welche der genannten Methoden die größtmögliche Wissensvermittlung bietet, kann nicht pauschalisiert werden. Vielmehr geht es darum, zu definieren, welche Art von Weiterbildung stattfinden soll. Alles in allem bieten die verschiedenen Methoden der Wissensvermittlung unterschiedliche Vor- und Nachteile. Für die richtige Wahl sollten Sie also Ihre eigenen Anforderungen in den Mittelpunkt stellen. Legen Sie viel Wert auf die Vermittlung von theoretischen Inhalten, würde sich der Besuch eines Vortrags anbieten. Besuchen Sie ein Seminar, können Sie als Teilnehmer auch aktiv am Geschehen teilnehmen und Ihre Meinung zum vorgestellten Thema äußern. Ein Workshop hingegen bietet sich vor allem zur Stärkung einer Gruppe und zum nachhaltigen Erlernen von Methoden an.

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